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Schwäne mit rotem und blauem Gefieder
Seine Werke waren bereits in Russland und den USA zu sehen, sie wurden in Spanien, Österreich und der Schweiz ebenso gezeigt wie in Belgien, den Niederlanden und Deutschland. Jetzt steht das Schaffen von Hartmut „Hacki“ Ritzerfeld im Mittelpunkt der ersten Ausstellung in der Artibus-Reihe, die am kommenden Sonntag in der Burg-Galerie eröffnet wird.

Der Meisterschüler von Joseph Beuys zählt wohl zu den bedeutendsten lebenden Deutschen Künstlern, und sein Stil ist unverkennbar.

Ist auch das Schaffen des Stolberger Künstlers in der Kupferstadt sehr präsent und bekannt, bietet die Artibus-Ausstellung sowohl charakteristische „Hackis“, als auch viele Überraschungen. Großformatige Malerei Ritzerfelds trifft auf Installationen wie „Künstler am Kreuz“ und auf Schriftbilder auf Stofffahnen.

Erweiterter Kunstbegriff
Im Sinne des von Beuys etablierten „Erweiterten Kunstbegriffs“ wird eine alte Gitarre zum Kunstwerk, eine vermeintlich ausgediente Schranktür mit einem religiösen Motiv zu neuem Leben erweckt. Doch beim Betreten der Burg-Galerie taucht man zunächst in ein riesiges Triptychon ein, bevor weitere Großformate auf Leinwand die Blicke auf sich ziehen.

Enorme Strahlkraft
Sind beim „Schwanengesang“ die Schwäne noch leuchtend rot, ist ihr Gefieder beim „Beuysgeschwader“ blau gefärbt. Unwiderstehliche Anziehungskraft weisen die „Drei Marktfrauen“ auf – ein Gemälde, das dank Ritzerfelds beeindruckender Farbgebung enorme Strahlkraft aufweist. „Hacki-typische“ Stillleben in großen Dimensionen faszinieren ebenso wie Porträts, die, auch wenn sie mit Namen wie „Beuys in Sibirien“ versehen sind, die einzigartige künstlerische Handschrift von „Hacki“ Ritzerfeld zeigen.

Die Düsseldorfer Künstler-Kollegin des Stolberger Malers, Daniela Flörsheim, die bei der Vernissage am Sonntag eine Performance präsentiert, steuert ein großformatiges Werk zur Artibus-Schau bei.

Schnittstelle zwischen „Hacki“ und seiner Studienfreundin Flörsheim sind zwei besondere Werke, die zum ersten Mal zu sehen sind: Die Bilder sind in einem Happening als Gemeinschaftsarbeiten von Ritzerfeld und Flörsheim entstanden und vereinen die Stile beider Künstler in eindrucksvoller Art und Weise. Auf den zweiten Blick gibt die Ritzerfeld-Ausstellung in der Burg-Galerie noch viel mehr Facetten des in Büsbach lebenden Künstlers Preis.

Wie etwa hölzerne Bildkästen, ein vielschichtiges Objekt mit Zeichen, die an altägyptische Hieroglyphen erinnern, oder „Hackis“ beidseitig bemalten Kunstkoffer. Diesen packt die Artibus-Ausstellung übertragend aus und bietet vielfältige und spezielle Blicke auf das Schaffen des Stolberger Künstlers.

Text und Foto von Dirk Müller, Aachener Zeitung
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